Über Uns

Der Blog zur globale° gibt euch die wichtigsten Infos zum Festival. Erfahrt mehr zu den Autoren und ihren Büchern und verschafft euch einen Einblick hinter die Kulissen der Veranstaltungen.

Wir schreiben Rezensionen über die verschiedenen Romane, aus denen gelesen wird; stellen die Autoren vor und interviewen sie. Wir geben eine Übersicht über das Festivalprogramm und berichten über das Geschehen vor Ort.

Darüber hinaus ist dieser Blog ein kleiner Spielplatz, auf dem wir uns persönlich ausprobieren und austoben möchten. Wir alle studieren im Studiengang Transnationale Literaturwissenschaft an der Universität Bremen. Wir lieben Bücher und möchten diese Liebe mit so vielen Menschen wie möglich teilen. Vielleicht gelingt es uns sogar, den ein oder anderen neugierig zu machen und ihn dazu zu bewegen, mit uns zusammen die globale°zu genießen.

Blogale- der globale° Festivalblog ist ein Projekt des virtuellen Literaturhauses Bremen und der Universität Bremen.


Die Blogger 2016

Lea Sophie Birkethumb_foto-globale-lea_1024

In den letzten Stunden des Sommers 1992 in Melle geboren, verschlug es mich zunächst für ein Studium der Filmwissenschaft und Anglistik in die südliche Hälfte Deutschlands, nur um zu merken, dass „moin“ eigentlich viel besser klingt als „morsche“. Danach für einige Praktika durch Deutschland getingelt, bis ich schließlich in Bremen gelandet bin. Versuche mich seitdem mal hier, mal dort, mal mehr, mal weniger wissenschaftlich als Schreiberling.

Paragliding, mit Delphinen schwimmen, sich einmal eine Glatze rasieren… Welche 3 Bücher gehören auf deine Bucket-List?

Hier könnte nun eine Aufzählung diverser skandinavischer Krimis folgen. Håkan Nesser und Jussi Adler Olsen lassen mir jedenfalls regelmäßig das Blut in den Adern gefrieren. Zur Abwechslung dann Die Säulen der Erde von Ken Follett, das am stärksten abgenutzte weil am meisten gelesene Buch in meinem Regal, am besten natürlich im englischen Original. Und etwas von Astrid Lindgren, durch die ich mich immer mit einem wunderbar warmen Gefühl in meine Kindheit zurückversetzt fühle, und die doch so viel mehr geschrieben hat als nur Kinderbücher.

Als welche Romanfigur würdest du gerne mal an der Handlung teilnehmen?

Ich würde liebend gerne einmal die Welt durch Sherlock Holmes‘ Augen sehen, um zu begreifen, wie ein solcher Geist funktioniert – mit der Gewissheit, dass ich nach einer Weile im viktorianischen London in mein geistig gesundes Leben zurückkehren darf.

Welche Lesung solltest du auf der globale° 2016 nicht verpassen?

Wenn ich eine aussuchen muss: Saša Stanišić. Er erzählt so herrlich humorvoll und anekdotisch, mal ernst, mal zum Schreien komisch.


Wenke Bruchmüllerwb-sw-blogale

Als kleiner Steppke noch kurz DDR-Luft in Ost-Berlin geschnuppert, bin ich nach dem Mauerfall in der BRD aufgewachsen. Nach einem Auslandsaufenthalt in Australien, mischte ich mich dann unter das Studentenvolk und studierte Deutsche Literatur und Englisch in Berlin. In Hamburg habe ich während eines Praktikums für ein Online-Magazin eines Verlags Feuilleton-Texte geschrieben und im Early-20s Alter Konzertkritiken für ein Online-Portal verfasst. Für den Master verschlug es mich ins hanseatische Bremen. Hier zufrieden. Ständig Grenzen verschiedenster Art auslotend.

Paragliding, mit Delphinen schwimmen, sich einmal eine Glatze rasieren… Welche 3 Bücher gehören auf deine Bucket-List?

Puh… auf jeden Fall Ingeborg Bachmanns Malina, selten sind Telefon- und Selbstgespräche so ehrlich und poetisch zugleich. Eingebettet zahlreiche andere Texte. Musik. Märchen. Schön. Außerdem Michails Bulgakows Der Meister und Margarita, das Buch ist satirisch, witzig und nimmt dich mit auf einen Besenritt durch Moskau. Dann noch eigentlich alles andere von Sven Regner. Die genauen Milieustudien machen süchtig.

Als welche Romanfigur würdest du gerne mal an der Handlung teilnehmen?

Karl Schmidt in Sven Regners Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt, allein um auf die Meerschweinchen Lolek und Bolek aufzupassen zu dürfen.

Welche Lesung solltest du auf der globale° 2016 nicht verpassen?

Abbas Khiders Lesung seines vierten Romans Ohrfeige. Es ist zwar mittlerweile langweilig Khider zu loben, aber so be it.


Stefanie Jahnstefanieportrait

Als kleines Nordlicht direkt an der Nordsee groß geworden, wo es oft kein Wasser gibt, sondern nur dieses komische Watt, zum Schrecken aller unwissenden Touristen. Im schönen Hamburg wehte dann die steife Brise für ein paar Jahre durch die Haare, bevor ein Abstecher ins ebenso schöne, aber wärmere Freiburg gemacht wurde. Doch da der Norden magische Fähigkeiten besitzt, wurde ein Jahr lang Unfug im Venedig des Nordens (auch bekannt als Stockholm) getrieben, um dann doch wieder nahe der Heimat in der guten Stube Bremens zu landen.

Paragliding, mit Delphinen schwimmen, sich einmal eine Glatze rasieren… Welche 3 Bücher gehören auf deine Bucket-List?

„Kallocain“ von Karin Boye, ein schwedischer Klassiker, der immer wieder lesenswert ist. „Norwegian Wood“ von Haruki Murakami, weil es so gut und bewegend ist. (Habe ich deshalb auch schon auf mehreren Sprachen gelesen.) und „Wild. From Lost and Found on the Pacific Crest Trail“ von Cheryl Strayed, danach will man einfach die Wanderschuhe anziehen und loswandern.

Als welche Romanfigur würdest du gerne mal an der Handlung teilnehmen?

Ich wäre gerne einmal Nils Holgersson, denn dann könnte ich mit den Gänsen durch Schweden fliegen und Abenteuer erleben.

Welche Lesung solltest du auf der globale° 2016 nicht verpassen?

Als eingefleischte Skandinavistin empfehle ich natürlich wärmstens zur Lesung von Aris Fioretos, einem renommierten, schwedischen Schriftsteller, zu gehen. Sein neustes Buch „Mary“ fand ich sehr bewegend geschrieben.


Laura Volk

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Unsere Erzählung beginnt im Sommer 1990. Die beschauliche Kind- und Schulzeit wird im Zeitraffer abgehakt. Mit Beginn des Studiums nimmt auch unsere Odyssee ihren Lauf. Nach der einen oder anderen Irrfahrt werden Germanistik und Geschichte zu den grundlegenden Begleitern. Immer im Hintergrund bereichern sie weitere Reisen in fremde Länder und Disziplinen. Seit 2015 nun ein Heimathafen? Transnationale Literaturwissenschaften in der Hansestadt. Wie die Fahrt von hier aus weitergeht wird sich zeigen, sicher ist, wir stechen wieder in See mit der Nase im Wind.

Paragliding, mit Delphinen schwimmen, sich einmal eine Glatze rasieren… Welche 3 Bücher gehören auf deine Bucket-List?

Auf jeden Fall Christian Krachts Faserland oder 1979, Max Frisch mit Stiller und etwas von Thomas Bernhard.

Als welche Romanfigur würdest du gerne mal an der Handlung teilnehmen?

Schwierige Frage… Sicherlich wäre es spannend als Charles Henry Winer einmal durch Arno Schmidts Gelehrtenrepublik zu wandern, oder es sich als eine von Paul Austers vom Leben gebeutelten Figuren seiner Erzählungen einmal richtig schön schlecht gehen zu lassen.

Welche Lesung solltest du auf der globale° 2016 nicht verpassen?

Interessant ist selbstverständlich alles. Trotzdem gehen besondere Empfehlungen für Aleš Šteger und Saša Stanišić raus. Šteger lässt Scully und Mulder mit ihren X-Akten blass aussehen und Stanišić wird uns an seinen ironischen und stets klugen Beobachtungen teilhaben lassen. Man sei gespannt und lasse sich gut unterhalten!


 Die Blogger 2015

Saskia BückerFoto_Saskia_Bücker

Also ich. Ein Jahr nach der Wende geboren. Fünfzehn Jahre später erstmalig für längere Zeit Staatsgrenzen überschritten. Seit fünf Jahren lokal hanseatisch verknotet. Seit kurzem mich versenkend im Master der Transnationalen Literaturwissenschaft, Uni Bremen natürlich. Ganz aktuell, meine inneren Grenzen zwischen Literatur, Wissenschaft und Lebensreise bewegend.

Welches Buch liegt gerade neben deinem Bett?

Monsterpoems von Nora Gomringer. Unbeschreiblich monströs!

Welchen Autor würdest du gerne zuhause besuchen?

Herta Müller. Ich möchte ihr über die Schulter linsen, wenn sie an ihren Collagen bastelt.

Dein Geheimtipp für die Globale?

Die Autorin Gesa Olkusz mit ihrem Debütroman Legenden. Ein kurzes und prägnant klares Buch über die Vielschichtigkeit familiärer Mythen.


Helge HommersHelge

… erblickte, nur wenige Monate bevor ein amerikanischer Rettungsschwimmer die Berliner Mauer in Grund und Boden sang, fernab des politischen Weltgeschehens in der ostfriesischen Einöde das Licht der Welt. Seitdem ist mehr als ein Vierteljahrhundert vergangenen und das Landei verschlug es bis dato in den Schmelztiegel Bremen. Hier studiert er Transnationale Literaturwissenschaften und schreibt über Sportevents abseits des großen Geschehens in einem stadtbekannten Blatt.

Welches Buch liegt gerade neben deinem Bett?

Regenroman von Karen Duve. Ein Kultbuch der grell-grausamen 90er-Jahre, doch auch 2015 immer noch beängstigend gut.

Welchen Autor würdest du gerne zuhause besuchen?

Definitiv Sven Regener, um mal herauszufinden, wie viel Herr Lehmann in ihm wirklich steckt.

Dein Geheimtipp für die Globale?

Dimitrij Wall mit seinem Erstling Gott will uns tot sehen. Ein aggressives Debüt, das man entweder vor Empörung beiseite legt oder aber unter den Arm nimmt, während man mit Rasierklingen unter den Achseln auf der Straße marschiert und vielleicht auch eine Scheibe einschlägt.


Alex Kind 12179665_988358727877705_1735474139_n

Ebenfalls 1990 geboren, allerdings im hohen Norden und fernab vom Wendegeschehen. Hat ihre Schulzeit mit dem Pinsel in der Hand vor der Staffelei verbracht, belustigte dann einige Monate lang mit ihrem freundlichen Nachnamen die Briten und treibt nunmehr seit Jahren ihren Schabernack an der Uni Bremen und manchmal auch auf der Bühne. Aktuell ist der Versuch, mit einem studentischen Magazin Literatur unters Univolk zu mischen.

Welches Buch liegt gerade neben deinem Bett?

Es war mal wieder Zeit für Lewis Carrolls Alice’s Adventures in Wonderland. Die Ausgabe mit den gepunkteten Illustrationen von Yayoi Kusama taucht diesen Klassiker in ein ganz neues Licht.

Welchen Autor würdest du gerne zuhause besuchen?

Ian McEwan. Mit welchen Dingen umgibt sich jemand, der so atmosphärisch dicht schreibt?

Dein Geheimtipp für die Globale?

Olga Grjasnowas Roman Die juristische Unschärfe einer Ehe kann man auch zu Hause lesen. Aber die zum Verlieben sympathische Autorin ist den Gang vor die Haustür und zur Lesung wert!


Ev NeumannDSC04549 - Kopie

1991 wurde ich in Rostock geboren und ließ mir dort bis zum Abitur die schöne Ostseeluft um die Nase wehen. Nach einem kurzen Abstecher in australische Gefilde, ging die Reise weiter nach Hamburg. Mittlerweile lebe ich seit einem Jahr in Bremen und studiere an der Universität Transnationale Literaturwissenschaft. Meine Reise ist jedoch noch lange nicht vorbei.

Welches Buch liegt gerade neben deinem Bett?

»Die Stadt der wilden Götter« von Isabel Allende. Eins meiner früheren Lieblingsbücher, welches ich immer wieder gerne in die Hand nehme.

Welchen Autor würdest du gerne zuhause besuchen?

Joanne K. Rowling. Wer sich eine so fantastische Welt der Magie und Zauberei ausdenken kann, muss einfach ein spannendes Zuhause besitzen.

Dein Geheimtipp für die Globale?

Der »Balkanizer« Danko Rabrenović. Er kam 1991 aus Belgrad nach Deutschland und erzählt in seinen zwei Büchern von seinen witzigen Begegnungen und den spannenden Erfahrungen, die er hier gemacht hat.


Franziska Rentzsch150617_Franzi_14

1990 in „Gibt’s doch gar nicht“ (Bielefeld) geboren, dann in „Kenn ich nicht“ (Oldenburg) Germanistik, Kunst und Medien studiert und jetzt seit einem Jahr glücklich mit „einfach Bremen“ und dem Studium der transnationalen Literaturwissenschaften.

Welches Buch liegt gerade neben deinem Bett?

Eine Kurzgeschichte von Haruki Murakami, die mir seit Jahren nicht mehr aus dem Kopf geht und dem passenden Titel „Schlaf“.

Welchen Autor würdest du gerne zuhause besuchen?

Karl Ove Knausgard – in der Hoffnung alles genauso vorzufinden, wie in seinen Büchern (und sich die letzten Bände zu sparen).

Dein Geheimtipp für die Globale?

Feridun Zaimoglus „Siebentürmeviertel“. Zugegeben, die 800 Seiten wiegen schwer, doch es lohnt sich: Mit der Flucht eines deutschen Jungen in die Türkei erzählt uns der Autor eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg und beschreibt mit ihr gleichzeitig eine Suche nach Heimat und Identität, die heute aktueller nicht sein könnte.


Die Blogger 2014

Laura Höflerlaura1a

1989 geboren, 1994 angefangen zu lesen und danach nicht mehr aufgehört. Nach dem vollständigen Erlernen des Alphabets wurde das Wissen im Studium der Linguistik, der allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft und der transnationalen Literaturwissenschaft zur Anwendung gebracht. Lebt, atmet und liest derzeit in Bremen.

1. Was interessiert Dich an der Globale?

Das Zusammentreffen und die Gespräche mit den verschiedenen Autoren finde ich unglaublich spannend, Dadurch kann ich ihre Werke meist noch einmal in einem ganz anderen Licht betrachten.

2. Welches Buch hättest du gerne geschrieben?

Viele, viele.  Gerade fällt mir als erstes „Das Buch der verlorenen Dinge“ ein, da kam mir allerdings John Connolly zuvor.

3. Welchen Satz willst Du in einem Roman niemals lesen?

„Und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.“


Sebastian KlaßenSebblogale

Geboren 1987 in dem beschaulichen Jever, zurzeit studierend in dem ebenfalls beschaulichen Bremen anzutreffen. Anfänglich lesend und forschend der Anglistik und angewandten Sprachwissenschaften, aktuell kritisch lesend und forschend der transnationalen Literaturwissenschaft nachgehend.

1. Was interessiert Dich an der Globale?

Die Vernetzung und Zusammenarbeit verschiedener mitwirkender Institutionen, sowie die Vielseitigkeit der Autoren und ihrer individuellen Geschichten.

2. Welches Buch hättest du gerne geschrieben?

Die „The Dark Tower“-Saga von Stephen King in einem 4250 Seiten starken Roman oder aber „The Time Machine“ von H.G. Wells.

3. Welchen Satz willst Du in einem Roman niemals lesen?

„Es war eine dunkle und stürmische Nacht.“


Kristin Krause296744_2473607557257_584380227_n

1990 in Bremen geboren und 24 Jahre später immer noch hier lebend, habe ich mich in der Zwischenzeit zu einer erfolgreichen Bibliomanin entwickelt. Neben diesem Fulltimejob stellt zur Zeit das Studium der Germanistik und Anglistik an der Bremer Uni mein zweites Standbein dar.

1. Was interessiert Dich an der Globale?

Besonders spannend finde ich, wie Literatur während des Festivals durch verschiedene Medien dargestellt wird. Außerdem gibt es selten die Gelegenheit, so viele unterschiedliche Autoren in solch einem kurzen Zeitraum zu treffen und sich mit ihnen austauschen zu können.

2. Welches Buch hättest du gerne geschrieben?

Bei J.D. Salingers „The Catcher in the Rye“ hätte ich mir auf jeden Fall anerkennend auf die Schulter geklopft.

3. Welchen Satz willst Du in einem Roman niemals lesen?

„Er wachte auf und realisierte, dass alles nur ein Traum gewesen war.“


Silvia RosenlundPicsArt_1415701412106

Geboren 1986 im Süden Schleswig-Holsteins, seit frühester Kindheit in Bremen verliebt und mindestens genauso lange ins Lesen und Schreiben. Nach dem Studium der Hispanistik und Kulturwissenschaften auf dem direkten Weg zur Transnationalen Literaturwissenschaft übergewandert und damit seit 2008 nicht immer fest, aber dauerhaft in Bremen verankert.

1. Was interessiert Dich an der Globale?

Ich freue mich darauf, dass die Bücher lebendig werden. Bei der Globale finden sich so viele Leute aus verschiedenen Richtungen zusammen. Dabei werden sich Aspekte, Hintergründe, Reaktionen und Meinungen auftun, die man bis dahin noch gar nicht im Kopf hatte.

2. Welches Buch hättest du gerne geschrieben?

Bei „Oceano Mare“ hatte ich beim Lesen das Gefühl, das hätte durchaus von mir sein können und dürfen. Alessandro Baricco war schneller.

3. Welchen Satz willst Du in einem Roman niemals lesen?

Man sollte niemals nie sagen…


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