Transit

Die Rezension Ohne Inhalt

Von JL

Was assoziiert man mit dem Wort Transit? Durchreise? Aufenthalt an einem Ort, wo man gar nicht hingehört? Man muss aber diesen Ort überqueren, um zu seinem Ziel zu gelangen. Dafür braucht es Dokumente, Visa, Passbildfotos und so einiges mehr. Der deutsche Flüchtling Georg hält sich in Marseille auf. Durch mehrere Zufälle kommt er an eine Flasche Identität ran. Ihm ist selber nicht besonders wohl dabei, aber er sagt nichts. Er spielt mit. Er lernt viele geflüchtete kennen. Ihr Schicksal, ihre Emotionen. Er taucht immer nur kurz in das Leben der anderen ein und verlässt sie danach schnell. Er hat Gefühle entwickelt aber weis, dass Emotionen zeigen in so einer Situation fehl am Platz sind. Einmal überkommen sie ihn aber. Natürlich geht es um eine Frau. Er bringt sich selbst in Gefahr, um ihr Leben zu retten, doch erreicht er das genaue Gegenteil. Seine Liebe ist aber so stark, dass sie den Tod überdauert. Es heißt zwar, bis dass der Tod uns scheidet, aber glaube kann Berge versetzten. Deswegen bleibt er sitzen, bis zum bitteren Ende und wartet und hofft.

Wer Inhalt zu diesem Konstrukt möchte, sollte sich den Film Transit von Christian Petzold ansehen. Franz Rogowski und Paula Beer spielen die Hauptrollen. 

P.S. Der Film spielt übrigens 1942 und ist eine Romanadaption von Anna Seghers.

P.P.S. So eine Geschichte ist heute auch denkbar.

P.P.S. Ist auf einer Flucht wirklich Platz für Liebe?

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