Anastasia Parinow

1992 als Kind russischer Migranten in Köln geboren, zog es mich nach dem Abitur erst in den Osten, wo ich Germanistik und Geschichte an der TU Dresden studierte und anschließend in den Norden – gerade habe ich meinen Master Transnationale Literaturwissenschaft an der Uni Bremen begonnen. Neben der großen Liebe zu Literatur/Theater/Film ist mein Herz durch Reisen ganz dem südamerikanischen Kontinent und der spanischen Sprache verfallen.

Welcher Romanfigur hast du noch etwas zu sagen?

Gern hätte ich Julika bei der Atelierszene beiseite genommen und auf sie eingeredet, stark zu sein und für ihre große Liebe Mr. White einfach White sein zu lassen und Stiller endgültig aufzugeben.

Was ist dein literarischer Geheimtipp?

Wer Tschechow liebt, wird auch mit Sicherheit Iwan Bunin ins Herz schließen: Obwohl erster russischer Nobelpreisträger, ist er erstaunlich wenig in Deutschland bekannt. Sein Erzählband Dunkle Alleen von 1943 überzeugte mich eines Sommertages im Garten meiner Großeltern mit poetischer Sprache, prägnanter Zeichnung der Charaktere und einer Prise russischer Melancholie.

Mit wem würdest du nach einer Veranstaltung der globale° noch auf ein Glas Wein ausgehen?

Mit Olga Grjasnova, um bei Zigarettenrauch und Kerzenschein auf Russisch über die großen Fragen des Lebens zu sinnieren.

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